Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

The Elder Scrolls IV : Oblivion

Auch wenn die Überschrift abgegriffen erscheint, so möchten wir Ihnen im folgenden Test sagen, warum Oblivion wirklich das beste Rollenspiel aller Zeiten ist. Es hat all das was Gothic nicht hatte und verbessert die Schwächen aus Morrowind. Keinem Spiel gelingt es bisher besser den Spieler in seinen Bann zu ziehen als der vierte Teil der Elder Scrolls Reihe. Lesen Sie unseren ausführlichen Test auf gamaXX.de

Erwartungen erfüllt

Im Vorfeld wurde viel über "Oblivion" spekuliert, oft wurde der Vergleich mit "Gothic 3" gezogen, nun kann man allen Vermutungen auf die Spur gehen. "Oblivion" ist im Handel erhältlich und wird seinen Verkaufsplatz wahrscheinlich ganz schnell wieder verlassen um in den Händen süchtelnder Spieler zu verschwinden. Zurecht!


Aber fangen wir vorne an: Sie betreten das Spiel im Gefängnis und wissen nicht warum Sie hier sind, noch wer Sie eigentlich sind. Ein Dunkelelfe in der gegenüberliegenden Zelle wirft Ihnen böse Sachen an den Kopf. Diese wechseln übrigens je nachdem, welche Rasse Sie vorher auswählen. Falls Sie sich anfangs dazu entscheiden ebenfalls als Dunkelelf durch die Welt zu wandern, wird Ihnen Ihr Zellennachbar erzählen, was er alles mit Ihrer angeblichen Frau vorhat. Das schürt die Wut gleich zu Beginn. Glücklicherweise naht schon die Rettung für Sie, denn Uriel Septim, der Herrscher über Tamriel erscheint mit seiner Leibgarde vor Ihrer Zellentür. Er will fliehen und der Fluchtweg führt geradewegs durch Ihre Zelle. Wie der Zufall so will, erkennt Uriel Septim Sie wieder, vermeintlich aus seinen Träumen und weist die Wächter an Sie mitgehen zu lassen. Warum Uriel Septim fliehen will ist klar, denn die Daedra, die Bösewichter aus der Welt Oblivion fallen über die schöne Welt Cyrodiil her und haben schon zwei Adelssöhne in ihre Finger bekommen. So nimmt die Geschichte Ihren Lauf und Sie fliehen mit dem Herrscher aus dem Gefängnis. Das Ende ist unvermeidlich, Uriel Septim stirbt und hinterlässt Ihnen das sagenumwobene „Amulett der Könige“. Damit müssen Sie sich nun auf den Weg machen und es einem nahen Verbündeten bringen, den Sie davon überzeugen müssen, dass der dritte Sohn Martin Septim die einzige Rettung für die schöne Welt ist. Ihre Aufgabe von nun an besteht darin, an der Seite des Thronerben die Welt vor den Daedra zu retten und die Tore nach Oblivion zu schließen.


Dies alles ist jedoch nur das eigentliche Hauptquest, was Sie auch getrost nebenher laufen lassen können. Es gibt noch so viel anderes zu entdecken. So können Sie sich in jeder Stadt einer Gilde anschließen in der Sie bis zum Gildenmeister aufsteigen können. Entweder Sie steigen in die Magiergilde ein, entscheiden sich in der Kämpfergilde zu dienen oder wählen die zwei anderen Alternativen. Durch einen Mord wird des nachts ein Mann namens Lucius Lachance auf Sie warten und Ihnen ein Angebot unterbreiten der „Dunklen Bruderschaft“ beizutreten, Jäger die im dunkeln agieren. Falls Sie aber einmal etwas klauen sollten und ins Gefängnis gesperrt werden, wird man Ihnen nach Ihrer Freilassung ein Angebot von einem Mann namens Gray Fox überreichen, der Ihnen weniger Zeit im Arrest verspricht. Wenn Sie auf dieses Angebot eingehen, dienen Sie fortan in der Diebesgilde.


Unnachahmliche Abwechslung


Jede dieser Gilden hat unterschiedliche Merkmale und jede Gilde spielt sich anders. Als Kämpfer müssen Sie vor allem harte Aufträge erfüllen in denen es meist, man hat es auch kaum anders erwartet, ums Kämpfen geht. Als Magier lernen Sie Zaubersprüche sinnvoll einzusetzen und werden mit dementsprechenden Quests versorgt. Bei der Dunklen


Bruderschaft dreht sich alles ums Thema „lautloses Töten“. Das ist Ihre Hauptaufgabe, der Sie gewissenhaft nachgehen müssen. In der Diebesgilde hingegen sollten Sie es tunlichst vermeiden jemanden umzubringen, da geht es vor allem um das lautlose Eindringen in Häuser und Bestehlen fremder Menschen. Jetzt mag sich der findige Spieler denken, dass die Quests sich ähneln wie ein Ei dem anderen, doch da wollen wir direkt einen Riegel vorschieben, denn die Entwickler haben sich, was die Vielfalt angeht, sichtlich ins Zeug gelegt. Beispiel gefällig? In einer Mission der Kämpfergilde müssen Sie eine gegnerische Vereinigung infiltrieren. Dazu müssen Sie dort anheuern und sich das Vertrauen der Führungspersonen erarbeiten. Wenn Sie soweit sind, wird Ihnen ein Trank verabreicht, der angeblich übersinnliche Fähigkeiten verspricht. So gestärkt werden Sie dazu aufgefordert mit anderen Mitgliedern ein Dorf von Unwesen zu befreien. Gesagt, getan. Sie begeben sich in das Dorf und meucheln alles, was Ihnen vor das Schwert kommt. Dann fallen Sie in einen tiefen Schlaf und wachen bei Ihrem Untergebenen in der Kämpfergilde wieder auf, der Sie erneut in das Dorf schickt. Was Sie dann zu Gesicht bekommen, entspricht so gar nicht Ihren Erwartungen. Was das aber ist, das müssen Sie schon selbst herausfinden. Mit solchen und weiteren einfallsreichen Missionen schickt Sie jede einzelne Gilde auf den Weg. Sie dürften übrigens in jeder Gilde so an die 15 Stunden lang beschäftigt sein.


Grafisch ist Oblivion ein wahres Prachtexemplar. Da jedoch kommt schon der erste Wehrmutstropfen für viele Spieler die nicht mit einer Höllenmaschine unterm Schreibtisch ausgestattet sind. Zwar läuft Oblivion auch auf kleineren Rechnern, seine ganze Pracht entfaltet es jedoch erst mit allen Details und HDR oder Anialiasing. Dazu sollten Sie jedoch mindestens 2 GByte RAM unter der Haube haben, einen Pentium 4 (am besten DualCore) mit mehr als 3,2 Ghz sowie einer GeForce 7800 GTX oder vergleichbarer Grafikkarte. Wer dann immer noch nicht genug von Weitsicht und Detailgrad hat, der kann in der .ini Datei noch ein wenig rumfeilen, jedoch sollte man darauf acht geben, dass selbst die zuletzt genannte Konfiguration dann nur noch mit maximal 8 FPS läuft, was kein flüssiges Spielen mehr zulässt. Ansonsten stimmt bei der Präsentation einfach alles, denn man kann in "Oblivion" Menschen an Ihren Gesichtern erkennen. Diese sind, wie versprochen, richtig gut animiert und man kann genau erkennen in welcher Stimmung sich der NPC gerade befindet. Das ist besonders hilfreich beim Handeln oder Wertschätzen einer Person. Je freundlicher ein NPC dem Avatar gesinnt ist, desto weiter kann man den Preis einer jeweiligen Ware z.B. nach unten treiben.


Der Sound in "Oblivion" ist mit das Beste, was momentan am Markt zu bekommen ist. Wenn man sich beispielsweise für die Dunkle Bruderschaft entscheidet, wird man mit Menschen konfrontiert die alle eine sehr eigenwillige, schon fast bösartig-edle Aussprache besitzen. Je weiter Sie im Spiel vorankommen, desto mehr glaubt man schon fast selbst böse zu werden. Hinzu kommen Umgebungsgeräusche in der Wildnis, die Laute der Tiere und die Sprachausgabe insgesamt, denn jeder NPC hat seinen eignen typischen Sprachstil. Ein Kahjit z.B. besitzt einen starken russischen Akzent der absolut unnachahmlich ist. Apropos Dunkle Bruderschaft, haben Sie sich schon immer gewünscht ein Vampir zu sein? Das können Sie gern haben, denn im Lauf Ihrer Karriere stellt man Ihnen ein Leben als Blutsauger zur Auswahl. Das jedoch wieder loszuwerden erfordert einiges an Arbeit. Also überlegen Sie sich diesen Schritt genau. Es kann jedoch vorkommen, dass Sie gar nichts dazu können und nachts einfach gebissen werden. Sie wachen dann nichtsahnend als Spitzzahn auf und müssen sich von nun an mit frischem Blut versorgen, ansonsten spricht Sie bald niemand mehr auf der Straße an. Sie sollten ab einem gewissen Stadium auch tunlichst das Sonnenlicht meiden, das kann nämlich schon nach wenigen Sekunden zu einem qualvollen Tod führen.


2.1.14 17:13, kommentieren

Werbung